Newsdetail

Die Abtreibungsgegner im Schulzimmer

Leserbrief zum Artikel: Die Abtreibungsgegner im Schulzimmer, vom Sa. 06.07.2019, erschienen im St. Galler Tagblatt vom 09.07.19.

Ich erachte es als dringend nötig, wenn eine öffentliche Diskussion und insbesondere Aufklärung in Gange kommt darüber, was bei einer Abtreibung geschieht. Ich sehe es nicht als Ausrutscher, wenn eine Lehrperson in der Oberstufe aus der Sicht eines Embryos im Bauch der Mutter aufzeigt, was da vor sich geht. Wenn Erwachsene über den Inhalt des Arbeitsblattes schockiert sind, zeigt dies, dass sie nicht wissen, dass der Embryo mit speziellen Werkzeugen herausgeholt und dabei zerstört wird.

Es geht um das Leben von zwei Menschen, einer Mutter und einem werdenden Kind. Wird das Leben des Kindes zerstört, leidet auch die Frau und weitere involvierte Personen drum herum: ein Vater, Grosseltern, Arzt und Pflegepersonal, Arbeitskollegen, Freunde. Auch darüber sollte man reden.

Die Zahl der Abtreibungen weltweit von 45 Millionen erschreckt auch mich und zeigt den Ernst der Lage. Ich kann es nur begrüssen, wenn Oberstufenschülerinnen und -schüler sensibilisiert werden und eine lebensbejahende Einstellung wächst. Es ist an der Zeit, das absurde «Recht der Frauen auf Schwangerschaftsabbruch (Abtreibung)» zu hinterfragen. Frauen die ungewollt schwanger sind, benötigen Beratung und Unterstützung, um ein Ja zur Situation zu finden und ihr Leben umzustellen. Es geht um ein Ja zum Leben.

 

Rösli Fässler, Magdenauerstr. 48, 9230 Flawil

Mail: ro.faessler63@bluewin.ch