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EDU weiterhin für grundsätzlichen Kurswechsel

Wie einem Bericht in der NZZ vom 9. November zu entnehmen ist, sind die Kürzungen, Anpassungen und offeneren Formulierungen rein kosmetischer Natur. Diese ändern nichts an dahinter stehenden Ideologien und Vorgaben, wie in Zukunft der Unterricht gestaltet werden soll.

NZZ vom 9. November 2014: Lehrplan 21 – ein Blick auf umstrittene Punkte

 

So wird am individualisierenden Unterricht und selbstorganisierten Lernen nicht gerüttelt, obwohl auch Kinderärzte betonen, dass diese Art zu lernen nicht kindgerecht ist. Auch dass die Lehrperson absolut zentral bleibe und nicht zum Lernbegleiter verkomme, wird in der Praxis kaum umgesetzt werden können, ebenso wie dessen Methodenfreiheit weiterhin in Frage gestellt werden muss.  

 

Nur ein Feigenblatt bedeutet es, wenn es heisst: "Die Erziehungsverantwortung im engeren Sinn liegt bei den Eltern/Erziehungsberechtigten." Die Eltern können weiterhin ihr Elternrecht nach der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vom 10.12.1948, Art.26, Absatz 3: "Die Eltern haben ein vorrangiges Recht, die Art der Bildung zu wählen, die ihren Kindern zuteil werden soll", nicht wahrnehmen. Es gibt keine freie Schulwahl. Ebenso wird sich an der Ausrichtung und den ideologischen Hintergründen nichts ändern trotz Umformulierungen, etwa wenn "Gender und Gleichstellung" zu "Geschlechter und Gleichstellung" wird. Es wird weiterhin negiert, dass Mädchen und Knaben von Natur aus verschiedene Begabungen und Interessen haben, die sie auch beruflich unterschiedlich entfalten können sollen. Die Gleichmacherei, gewollte Dekonstruktion der traditionellen Familie und aufgezwungene Ideologie der sexuellen Vielfalt mit ihren Verführungen wird beibehalten, was auch mit dem angepassten Vermerk "Wahrnehmung und dem Umgang mit Geschlechterrollen, von Stereotypen, Vorurteilen und Klischees in Alltag und Arbeitswelt" zum Ausdruck kommt.  

 

Die EDU fordert eine grundsätzliche Neugestaltung des Lehrplans, in dem für die einzelnen Schuljahre grundlegende fächerbezogene Lernziele festgehalten werden und den Lehrkräften weitreichende Methodenfreiheit eingeräumt wird für die Gestaltung des Unterrichts bei einem massiven Bürokratieabbau.