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Nein zu Benachteiligung

Leserbrief, erschienen am 20. Nov. 2020 im St. Galler Tagblatt, zur kantonalen Abstimmungsvorlage.

 

Jede Familie ist wie eine Zelle des Organismus Staat. Die Kinder wachsen heran und werden geprägt von den Eltern und ihren Überzeugungen.

Sie werden später als Stimmbürger Entscheidungen treffen, Steuern zahlen, selber wieder Kinder haben – ein Kreislauf. Familienförderung scheint heutzutage vor allem darin zu bestehen, die Fremdbetreuung der Kinder zu fördern, mit dem Ziel, dass beide Eltern möglichst hochprozentig arbeiten. Mir scheint es wichtig, dass Eltern selber entscheiden können, wie sie sich Erwerbsarbeit und Kinderbetreuung aufteilen und sie müssen gestärkt werden für die anspruchsvolle Aufgabe der Erziehung. Das Gesetz über Beiträge für familien- und schulergänzende Kinderbetreuung zielt in die falsche Richtung und benachteiligt einmal mehr Eltern, die ihre Kinder selbst betreuen und womöglich bewusst auf mehr Einkommen verzichten. Darum stimme ich Nein.

 

Rösli Fässler, EDU, Magdenauerstr. 48, 9230 Flawil