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SNB hebt Euromindestkurs auf

Die EDU erwartet, dass nach der überraschenden Aufhebung des Euromindestkurses durch die SNB mittel- bis längerfristig grosse Herausforderungen auf den Wirtschaftsstandort Schweiz zukommen. Aufgrund der massiven wirtschaftlichen Co-Abhängigkeit der Schweiz vom kriselnden Euroraum war der Euromindestkurs kein Allheilmittel gegen die grundsätzlichen wirtschaftlichen Turbulenzen unserer Nachbarländer.

Wahl zwischen Pest und Cholera

 

Aus Sicht der EDU ist der SNB-Entscheid zur Aufhebung der Stützung des CHF-Euro-Kurses von 1.20 zwar überraschend, aber nicht unerwartet. Bereits bei seiner Einführung im September 2011 war klar, dass er einmal aufgehoben werden muss. Für die EDU ist angesichts der Schulden- und Währungslage im Euro-Raum die relativ lange Dauer der Stützung eher überraschend. Für die Export- und die Binnenwirtschaft wird der sich einpendelnde tiefere Euro-Kurs schmerzhafte Auswirkungen haben durch Verteuerung der Exporte und Verbilligung der Importe aus den Euro-Ländern.

 

Die EDU hofft, dass viele Schweizer Unternehmen am Ende gestärkt und wettbewerbsfähiger aus dieser Krise herauskommen und wünscht allen Entscheidungsträgern viel Weisheit bei den schwierigen Entscheiden zwischen "Pest und Cholera", die es nun zu treffen gilt.