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Was dient dem Wohl des Kindes?

Leserbrief vom 21.01.2019 zur Abstimmung über die IT-Bildungsoffensive

Kinder brauchen im Kindergarten- und Primarschulalter zuallererst eine grundlegende Bildung mit dem Gebrauch aller Sinne für eine optimale Entwicklung des Gehirns und die Vorbereitung für den Umgang mit digitalen Herausforderungen. Nicht umsonst schicken IT-Spezialisten aus dem Silicon Valley ihre Kinder bevorzugt an digitalfreie Schulen. Es mutet absurd an, wenn im Abstimmungsbüchlein steht, dass mit der IT-Bildungsoffensive vor allem auch die sogenannten "Human Skills" gefördert werden: Offenheit, Flexibilität, Kreativität, Kooperation, Kommunikation, Kritikfähigkeit, Resilienz. Dabei gefährdet die IT-Bildungsoffensive an der Volksschule gerade diese Fähigkeiten. Diese werden gefördert beim Lernen im direkten Kontakt mit dem Lehrer und den Klassenkameraden, wofür - leider gewollt - immer weniger Zeit bleibt. 

Lassen wir uns nicht täuschen: Das grosse Geschäft machen die globalen Technologiekonzerne, die wir mit unseren Steuergeldern und unsere Kinder mit ihren Daten bezahlen. Leider ist das Gesundheitsrisiko durch die WLAN-Strahlenbelastung bisher kein Thema. Je jünger die Kinder sind, um so grösser sind die Gefahren! Wer übernimmt dafür einmal die Verantwortung? 

Lisa Leisi, 9615 Dietfurt, Präsidentin der EDU Kanton St. Gallen