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Wann beruft man sich auf Menschenrechte?

Leserbrief vom 10.12.2015 in der Wiler Zeitung zur Meldung "Männerpaar mit Kind klagt weiter" vom 5.12.2015..

Das St. Galler Männerpaar gelangt an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR), um auch den zweiten Mann als Vater als Vater eintragen zu lassen. Dies löst mein Erstaunen aus, waren die Menschenrechte doch dem Paar reichlich egal, als es von einer anonymen Eispenderin in Amerika ein Kind bestellte. Immerhin sagt die UN-Kinderrechtskonvention, Art. 7, welche als Menschenrecht gilt: Das Kind hat "soweit möglich das Recht, seine Eltern zu kennen und von ihnen betreut zu werden" (siehe auch Schweiz. Bundesverfassung, Art.119, Abs. 2g). Bewusst wurde dieses Recht von Beginn weg dem Kind entzogen, welches als jetzt 4-jähriges sich dessen noch gar nicht bewusst sein kann. Jetzt hat gemäss Zeitungsartikel nicht nur das Männerpaar geklagt, sondern auch das Kind. Ob dies für ein 4-jährigen dem Schweizer Bundesverfassungsartikel 11, Abs.2 entspricht, wo steht, dass Kinder "ihre Rechte im Rahmen ihrer Urteilsfähigkeit" ausüben, möge jeder Leser selber beurteilen.
Diesem Männerpaar hat das Schweizer Bundesgericht in Anwendung der Schweizer Gesetzgebung nicht nachgegeben. Leihmutterschaft ist in der Schweiz verboten (FmedG Art. 31). 
Das Kind könnte mit mindest gleicher Logik das Männerpaar einklagen, seine Rechte verletzt zu haben.
David Gysel, Niederbüren

Über Todesstrafen

Leserbrief vom 15. Aug. 2015 zum Konflikt nach den Aussagen von Bischof Huonder zur Homosexualität

Auch das darf einmal gesagt werden: nicht das Wort von Bischof Huonder zur Homosexualität ist ein Ärgernis, sondern die Art wie es ausgeschlachtet wird. Leider bleibt dabei die Wahrheit wie so oft auf der Strecke, oder schlimmer: es geht gar nicht um sie.

Was hier unterschlagen wird, ist dass wir alle des Todes würdig sind, ob schwul oder „homophob“. So steht es in derselben Bibel, aus der Bischof Huonder zitiert hat, der Grundlage unserer (noch?) christlichen Gesellschaft: „Sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben. Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer.“ (Paulus‘ Brief an die Römer 3,12).

„Der Lohn der Sünde ist der Tod…“, schreibt Paulus weiter. Dazu genauso unmissverständlich: „… die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.“

Die Zustände auf unserem Planet sind Beweis genug, dass dieses Buch nicht von einer anderen Welt erzählt!

Nicht zuletzt sind es die vermehrte Wahrheitsverdrängung und -Verdrehung, die uns auf solche Ideen bringen, wie die Ehe zur Diskussion zu stellen… Warum denn nicht gleich die politischen Rechte oder das Eigentum auch zur Diskussion stellen? Stehen diese in unserer (EID-genössischen!) Bundesverfassung nicht auf gleicher Stufe wie die Ehe?

Und tatsächlich zeigt sich beim genaueren Hinschauen, dass mindestens die politischen Rechte nicht minder angekratzt sind.

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass hinter den zersetzenden Tendenzen ein gekonnt gelenktes „System“ steckt…

Pierre Herter, Stickerstraße 7, 9113 Degersheim

Unsere Gesetze umsetzen

Leserbrief, erschienen am 28. Mai 2015 in den "Wiler Nachrichten", zum Bundesgerichtsurteil vom 21. Mai 2015 betreffs Leihmutterschaft und Stiefvaterschaft eines eingetragenen Partners in St. Gallen. 

Das Bundesgericht bestätigt in einem Urteil vom 21. Mai 2015, was ich und viele andere bereits 2014 öffentlich betont hatten: Es darf nicht sein, dass ein Gericht die Umgehung des schweizerischen Verbots der Leihmutterschaft, der Eizellenspende sowie der Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare belohnt. Dass das Bundesgericht im Gegensatz zum St. Galler Verwaltungsgericht die Schweizer Gesetzgebung höher bewertet als ein fragwürdiges amerikanisches Gerichtsurteil (wobei eine Leihmutter zum Gelderwerb ein Kind in sich ‚produzierte‘), ist von grossem Wert für eine gesunde Entwicklung der Gesellschaft. Wichtig ist aber auch, dass die Gesetze nicht weiter liberalisiert werden hin zu genetischer Selektion, Manipulation und Förderung von Beziehungsformen, in denen Kinder ihre Eltern nicht oder nur halb kennen und damit ein Grundrecht verlieren. Kinder werden von Mann und Frau gezeugt, und diese Eltern müssen auch Verantwortung für sie übernehmen. Traurig, dass die Grundrechte der Kinder und Grundpflichten der Eltern heute ausdrücklich eingefordert werden müssen. Ungeborenes Leben braucht unseren Schutz, ebenso Kinder und Familien. Dafür engagiere ich mich. 
David Gysel, Husen 416, 9246 Niederbüren, Sekretär EDU Kanton St. Gallen

Beschönigte Homosexualität

 

Leserbrief zum Interview „Bis in jeder Familie einer schwul ist“ vom Freitag, 19. Dezember im Toggenburger Tagblatt, erschienen am 31.12.2014 im Toggenburger Tagblatt:

Lebensweise eintritt. Trotzdem rechtfertigt sich die unterdessen allgemein propagierte Gleichwertigkeit der Homosexualität und eigentlich jeglicher Lebensformen und praktizierten sexuellen Praktiken nach dem alleinigen Lustprinzip in keiner Weise. Es gibt genügend Untersuchungen, die zeigen, dass Kinder die besten Entwicklungsbedingungen in traditionellen Familien mit Vater und Mutter haben, abgesehen von Einzelfällen. Auch sprechen Ergebnisse zur langfristigen Gesundheit, Lebenszufriedenheit und Lebenserwartung für die Ehe zwischen Mann und Frau.

Wer genauer hinschaut, konstatiert (ohne deswegen gleich homophob zu sein), dass es ein Verbrechen an unseren Kindern und unserer Gesellschaft ist, wenn nicht ehrlich über Vor- und Nachteile verschiedener Lebensweisen informiert wird. Ebenso ist es ein Verbrechen, wenn Kinder und Jugendliche in ihrer Identität verunsichert und etwa zu einer vermeintlichen Homosexualität verführt werden. Neben Aids gibt es zudem weitere Geschlechtskrankheiten, von denen die Schweiz nicht  zufällig massiv betroffen ist. Diese lassen sich nicht einfach mit dem korrekten Gebrauch eines Kondoms verhindern. Hundertprozentige Sicherheit bietet allein die gegenseitige Treue der Partner.

Die meisten jungen Leute wünschen sich natürlicherweise noch immer, die einzigartige Liebe zu finden, später einmal zu heiraten und eine Familie im traditionellen Sinn zu gründen. Weshalb tun wir nicht alles, um sie darauf möglichst gut vorzubereiten, passende Bedingungen zu schaffen und sie in ihrer Entwicklung zu treuen und verantwortungsbewussten Ehepartnern und Eltern zu fördern?

Lisa Leisi, Michelaustrasse 29, 9615 Dietfurt

Einzelfälle versus Rechtsstaatlichkeit

Leserbrief vom 3. Sept. 2014 im St. Galler Tagblatt:
Der Schutz der Frauen vor Missbrauch und Ausbeutung verbietet in der Schweiz zu Recht die Leihmutterschaft. Ebenso ist grundsätzlich die Adoption von Kindern durch Homosexuelle verboten und das Kind hat ein Recht, seine wahren Eltern zu kennen. Trotzdem erfrecht sich das St. Galler Verwaltungsgericht, sich über die schweizerische Rechtslage hinwegzusetzen. Wider besseres Wissen, werden als Eltern sogar zwei Väter eingetragen, was schlicht unwahr ist.
Die zunehmend Rechtsbrüche rechtfertigende Argumentation im Namen der Prüfung des Einzelfalls und in diesem Fall der übergeordneten Stellung des Kindswohls führt zu Rechtsunsicherheit und schliesslich zur Abwertung, ja Auflösung, unserer Rechtsordnung. Mit solchen Begründungen müssten in Zukunft auch Familien mit Kindern anerkannt werden, in denen der Mann mehrere Frauen hat. Alles würde möglich, solange das momentane Kindswohl gewahrt erscheint.
Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig und es bleibt zu hoffen, dass das Bundesamt für Justiz dieses Urteil ans Bundesgericht weiterzieht. Sollte das Bundesgericht das getroffene Urteil stützen, wird das Vertrauen in unsere Justiz nachhaltig erschüttert.
Lisa Leisi, Vizepräsidentin EDU Kanton St. Gallen, 9615 Dietfurt

Zwei Männer als Väter?

Sehen Sie hier den TVO Bericht mit einem (leider gekürzten) Interview von Daniel Engler.
http://www.tvo-online.ch/?image=GupdTr.png&video=9Z7rkM.mp4&guid=23391

Nein, kein Adoptionsrecht

Leserbrief zum Artikel "Adoptionsrecht für Homosexuelle", erschienen im Toggenburger Tagblatt am Donnerstag, 17. November 2011

Ich finde es unerhört, dass die Rechtskommission RK des Ständerates ohne Gegenstimme!!! den Bundesrat beauftragen will, Gesetze zu ändern, damit Homosexuelle ein Kind adoptieren können. Der Titel der Meldung spricht gar von einem Recht.

Ich appelliere an den Gesamtbundesrat, mit aller Entschiedenheit gegen die Erzwingung eines solchen "Rechtes" vorzugehen, das lediglich der Wunsch einer kleinen Gruppe der geichgeschlechtlichen Paare ist . Ich bin überzeugt, dass mit mir die Mehrheit des Volkes der Meinung ist, dass es keinen Sinn macht, wenn jeder Erwachsene, ungeachtet von Zivilstand und Lebensform, Kinder adoptieren können soll. Woher die RK diese Idee hat? Ach so, ich, ledige berufstätige Frau, könnte ja mit 52 Jahren ein Kind adoptieren, es in die Krippe geben, später in eine Tagesschule, zusätzlich eine Nachbarin engagieren, damit sie sich um "mein Adoptivkind" kümmert, wenn ich dies wegen unregelmässiger Arbeitszeiten nicht selber kann. 

Nein, solche Rechtsansprüche sind weder zum Wohle der Kinder noch zum Besten der Gesellschaft. Ich hoffe sehr, Bundesrat und Parlament stoppen dieses Ansinnen rechtzeitig.

Rösli Fässler, Gehrenstr. 19, 9230 Flawi

Kindswohl wird missachtet

Leserbrief zum Artikel "Adoptionsrecht für Homosexuelle", erschienen im Toggenburger Tagblatt am Donnerstag, 17. November 2011

Es gibt mir sehr zu denken, dass die Rechtskommission (RK) des Ständerates ohne Gegenstimme beschlossen hat, den Bundesrat zu beauftragen, die erforderlichen Gesetzesänderungen für ein neues Adoptionsrecht vorzulegen. Wenn es nach dem Willen der RK geht, sollen in Zukunft jegliche Erwachsenen, ungeachtet ihres Zivilstandes und ihrer Lebensform, ein Kind adoptieren dürfen. Bedingung soll sein, dass die Adoption für das Kind die beste Lösung ist.

Es kann nur eine beste Lösung geben und das sind leibliche Eltern, die als Vater und Mutter in ihrer Verschiedenartigkeit und einander ergänzend für ihre Kinder da sind und ihr Bestes geben können, damit ihre Kinder zu gesunden Erwachsenen heranwachsen. Zunehmend wird suggeriert, dass Eltern beliebig austauschbar sind und dass es eigentlich keine grosse Rolle spielt, wer für die Kinder da ist. Bei diesem neuen Gesetz geht es nicht um die Kinder, sondern um die weitere Legitimation jeglicher Lebensformen und dabei im Besonderen homosexueller Partnerschaften. Die EDU und andere Gegner des im Jahr 2005 angenommenen Partnerschaftsgesetzes hatten vorausgesagt, dass im Zuge der Salamitaktik auch der Tag komme, an dem das Adoptionsrecht gefordert werde, was damals vehement bestritten wurde.

Die zweitbeste Lösung sind Frau und Mann, die in einer stabilen Ehe leben und bereit sind, ein Kind zu adoptieren und damit möglichst natürliche und optimale Bedingungen zu bieten, die einem Kind am ehesten erlauben, durch den Vorbildcharakter der Adoptiveltern einmal selbst eine gelingende Ehe und Familie zu gründen.

Alles andere erschwert ein optimales Aufwachsen eines Kindes, welches meistens in seiner Biographie bereits ein Auseinanderbrechen der Familie verkraften musste. Dabei fanden Traumatisierungen statt, die den Glauben in gelingende Beziehungen und die eigene Beziehungsfähigkeit schon genug beeinträchtigen.

Es ist traurig, dass unterdessen jede zweite Ehe geschieden wird. Es braucht keine weitere Schwächung der traditionellen Familie und damit der Zukunft unseres Landes. Es gilt neu den Artikel 16, Absatz 3 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 zu beherzigen, wonach die Familie (ohne Umdeutung, sondern mit Vater und Mutter!) die natürliche Grundeinheit der Gesellschaft ist und Anspruch auf Schutz durch Gesellschaft und Staat hat.

Elisabeth Leisi, Vizepräsidentin EDU Kanton St. Gallen und vierfache Mutter, 9615 Dietfurt

Homosexuelle ins rechte Licht gerückt

Leserbrief zum Bericht „Schwulen-Klopfen ist wieder in“, erschienen am Montag, 23.Juni 2008 in der Rubrik Ostschweiz des Tagblatts 

Muss man wirklich von einer zunehmenden Aversion gegen Homosexuelle ausgehen oder wird hier nicht mittels Einzelfällen von der starken Homo-Lobby ein Grund gesucht, um sogenannte „Aufklärungsarbeit“ in den Schulen betreiben zu können? Jedenfalls sind mir keine Leute bekannt, die mir mit ihrem Reden diese Phobie (Dieses Wort wird leider schnell gebraucht!) bestätigen würden. Ist es nicht im Gegenteil so, dass man sich gerne rühmt, Homosexuelle zu mögen und sie als Leute wie du und ich zu betrachten?  Beliebte Moderatoren im Fernsehen sind homosexuell und damit die besten Werbeträger. Auch die  Organisatoren der EuroPride 2009 in Zürich stossen beim Stadtpräsidenten Elmar Ledergerber und der Stadträtin Esther Mauer auf grosses Wohlwollen! Wer etwas zu sagen haben möchte, will bei Homosexuellen nichts Nachteiliges sehen und betrachtet ihre Gefühle für das gleiche Geschlecht als völlig normal.

Trotzdem wage ich es, auf einige Tatsachen hinzuweisen, die das einseitige Bild etwas zurechtrücken. Denn es gibt schädliche Begleiterscheinungen des homosexuellen Lebensstils, die gerne verschwiegen werden. Das Bundesamt für Gesundheit publizierte im April 2006 einige brisante Ergebnisse aus dem Genfer Forschungsprojekt „Santé gaie“: So empfinden 70% der Homosexuellen ihren Zustand als fremd und störend. 63% leiden unter Einsamkeit. Drogen- und Rauschmittelkonsum übersteigen bei ihnen den Durchschnitt um ein Vielfaches. 41% litten in den letzten zwölf Monaten an mehrwöchigen depressiven Zuständen. 25% leiden stark unter ihrer sexuellen Orientierung. 22% haben schon an Selbstmord gedacht und 19% haben einen Selbstmordversuch hinter sich! Gehäufte gesundheitliche Probleme, etwa wegen Aids, würden diese Erhebungen wohl noch vervollständigen. Jetzt werden Fachleute sagen, dass diese Ergebnisse Folgen der Diskriminierung seien. Selbst, wenn ein Teil der Zahlen ihren Ursprung darin hätten, vielleicht auch in einer vermeintlichen Diskriminierung, so kann man nicht alles darauf zurückführen. Umso verheerender ist es, wenn es nur noch eine die Homosexualität bestätigende Beratung oder Therapie geben darf; auch für solche Menschen, die sich wünschten, eine Gefühlsveränderung zu erfahren! Was eben normal ist, kann nicht therapiert werden! Therapeuten, die Homosexuelle zu sogenannt normalen Empfindungen gegenüber den Geschlechtern verhelfen wollen, werden disqualifiziert, diskriminiert und der fachlichen Inkompetenz beschuldigt. Dies, obwohl in der Vergangenheit – etwa durch die Hilfe der Bewegung „Wüstenstrom“ – viele Homosexuelle zu dauerhaft heterosexuellen Gefühlen finden durften und froh darum sind.

Abschliessend möchte ich festhalten, dass ich jeden Menschen, gleich welche Empfindungen oder Ueberzeugungen er hat, achte und als gleichwertig annehme, gemäss der Aufforderung von Jesus Christus: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, wovon Homosexuelle in keiner Weise ausgeschlossen sind!

Lisa Leisi, Vizepräsidentin EDU St.Gallen, Michelaustrasse 29, 9615 Dietfurt