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Ignoranten nur unter Impfgegnern?

 

Leserbrief zum Interview mit Beda Stadler vom 18.02.2017, erschienen am 22.02.2017 im St. Galler Tagblatt.

Eine Impfgegnerin mit z.T. absurden Ansichten wird zum Anlass genommen, um pauschal Stimmung zu machen gegen Personen, welche Impfungen nicht in jedem Fall als das „Non plus ultra“ sehen. Die Botschaft des Interviews lautet: Impfgegner seien in einer Sekte, hätten abstruse Vorstellungen und könnten generell nicht ernst genommen werden. Was diese verbreiteten, seien in jedem Fall Lügen, modern gesagt Fake News.

Die Impfbefürworter seien hingegen die Vernünftigen: Impfungen seien ein Segen, ganz gleich zu welchem Zeitpunkt, unter welchen Umständen und gegen welche Krankheiten. Nach dieser Logik sucht selbstverständlich auch die Pharmaindustrie mit den immer neuen Angeboten ausschliesslich das Heil der Bevölkerung und hat keinerlei unlautere finanzielle Interessen. Angebote, die immer mehr in Impfzwänge umgewandelt werden.

Die Frage stellt sich, ob es wirklich nur auf der einen Seite, nämlich bei den Impfgegnern, Ignoranten gibt.

Es muss auch in Zukunft erlaubt sein, Impfungen kritisch zu betrachten und nicht gegen jede Gesundheitsstörung zu impfen. Mögliche und manchmal bleibende Nebenwirkungen müssen ernst genommen werden. Es kann nicht sein, dass vierzehn Tage nach einer Impfung Beschwerden nicht mehr als Nebenwirkung anerkannt werden, wie ich aus eigener Erfahrung weiss. Ist da die Vermutung verwunderlich, dass vielleicht deswegen so wenige Nebenwirkungen registriert werden? Noch sind die Ursachen und Zusammenhänge von manchen auftretenden Krankheiten und chronischen Leiden nicht geklärt. Ebenso konnte bisher nicht ausgeschlossen werden, dass Impfungen Krankheiten auslösen könnten. Übrigens sind meine inzwischen erwachsenen Kinder alle geimpft. Noch zähle ich mich nicht zu den expliziten Impfgegnern – nur zu denjenigen, welche auch in Zukunft frei entscheiden möchten, welche Impfungen ich vornehmen lasse. 

Lisa Leisi, Michelaustrasse 29, 9615 Dietfurt 

Bevormundung durch das Epidemiengesetz

Leserbrief zum Artikel „Epidemiengesetz soll für wirksameren Schutz sorgen“, erschienen im Alttoggenburger am Samstag, 17. August 2013

Eines der besten Gesundheitssysteme scheint noch lange nicht gut genug zu sein. Erschreckend zudem die Aussage von Gesundheitsminister Alain Berset: „Jeder entscheidet weiterhin selber, ob er sich impfen lassen will“. Diese Worte müssen als krasse Irreführung des Stimmbürgers bezeichnet werden. Im Artikel 5 des neuen Epidemiengesetzes (nEpG) heisst es, dass das Bundesamt für Gesundheit (BAG) nationale Programme zur Verhütung und Bekämpfung von übertragbaren Krankheiten erarbeitet. Dazu gehören  unter Absatz 1c Impfungen und unter Absatz 2, dass Bund und Kantone für die Umsetzung sorgen. Zu Impfungen können bestimmte Personengruppen schon bei einer gewöhnlichen Grippe gezwungen werden. Dann liegt nach Artikel 6 bereits eine besondere Lage vor, weil der Ausbruch und die Verbreitung nicht verhindert werden können. Im gleichen Artikel 6 steht, dass Impfungen bei gefährdeten Bevölkerungsgruppen für obligatorisch erklärt werden können. Im Artikel 21 „Förderung von Impfungen“ unter 1c steht erneut, dass die Kantone dafür sorgen, dass die von den Impfempfehlungen betroffenen Personen vollständig geimpft sind. 

Zu denken gibt einmal mehr die Entmachtung der Kantone und die Unterstellung unter die Befehlsgewalt der Weltgesundheitsorganisation(WHO). Die Kantone werden manchmal noch - pro forma - angehört oder einbezogen, aber sie sind vor allem für den Vollzug von Massnahmen zuständig. Das BAG hingegen – es hat das neue EpG mitgestaltet -  bestimmt unter anderem die Art der Programme zur Erkennung, Überwachung, Verhütung und Bekämpfung von übertragbaren Krankheiten. Im Artikel 4 steht, dass internationale Richtlinien und Empfehlungen zu berücksichtigen sind. Unter Artikel 6,1b steht, dass die WHO feststellt, ob in der Schweiz eine Gefährdung der öffentlichen Gesundheit droht. In Artikel 11 steht schliesslich, dass das BAG für die Koordination mit internationalen Systemen sorgt. Wenn Daniel Koch vom BAG beteuert, dass es von Seiten des Bundes kein Impfobligatorium geben werde, etwa bei den Masern, so ist anzunehmen, dass es uns einfach von der WHO aufgezwungen werden wird. 

Zudem wird das neue EpG mit der Schaffung eines Koordinationsorgans und den vielen Massnahmen zu einer neuen Kostenlawine führen. Heikel sind unter anderem auch die umfangreichen Datenerhebungen über Kontakte von kranken oder auch nur krankheitsverdächtigen Personen, die ebenso an supra- und internationale Organisationen und ausländische Behörden weitergegeben werden. Das Parlament hat zwar mit grosser Mehrheit zugestimmt, aber nur etwa 10 Prozent haben es gelesen. 

Wenn gesagt wird, die Eigenverantwortung und Selbstbestimmung werde mit dem neuen Gesetz sogar noch gestärkt, kann damit nur gemeint sein, dass die Aufklärungsarbeit der Verhaltens- und Denklenkung dient. Im Parlament haben die Lobbyisten bereits ganze Arbeit geleistet. Wehren wir uns und sagen am 22. September Nein zum neuen EpG!

Lisa Leisi, Vizepräsidentin der EDU Kanton St. Gallen, Michelaustrasse 29, 9615 Dietfurt

Schöngeredetes, verhängnisvolles Epidemiengesetz

Leserbrief zum Interview „Von Impfzwang war nie die Rede“, erschienen im Tagblatt, am Freitag, 2. August 2013 auf Seite 3 unter der Rubrik „inland“:

Das vorgesehene Epidemiengesetz (EpG) hat relevante Auswirkungen, die heruntergespielt werden. Nachfolgend einige Entgegnungen zu den Aussagen von Pietro Vernazza und weitere Argumente:
Genauso wie Grippeerkrankungen oder die Schweinegrippe schwerere Auswirkungen haben können, so können es auch Impfungen. Die Eltern eines Bekannten starben beinahe an der Grippeimpfung. Eine Frau, die sich prophylaktisch in der Schwangerschaft gegen die Schweinegrippe behandeln liess, verlor ihr Kind unerklärlicherweise nach der Geburt. Masernerkrankungen sind in den ersten Monaten für Säuglinge und dann für Erwachsene nicht harmlos. Geimpfte Mütter von Neugeborenen geben nicht den gleichen Impfschutz weiter. Da die meisten Kinder geimpft werden, wird diese Krankheit kaum noch im Kindesalter durchmacht. Deshalb steigt der Druck, die Impfung bei Kindern durchzuführen. Wie will man diese Krankheit ausrotten, wenn das Masernvirus tatsächlich auch bei Fledermäusen vorkommt? Wichtig wäre eine zurückhaltende Impfpraxis mit unabhängigen Studien über die Nebenwirkungen.
Über die Hälfte der Studien bezüglich der zweifelhaften Wirkungen von Tamiflu werden weiterhin unter Verschluss gehalten. Weshalb wohl? Studien werden nicht unabhängig von der Pharmaindustrie betrieben. Die dringend nötige Entwicklung von neuen Antibiotika ist viel kostspieliger und deshalb nicht im Fokus der Pharmabranche.
Mit dem neuen EpG unterwirft sich die Schweiz zwingend der Bevormundung durch die WHO. Weshalb soll die Schweiz nicht weiterhin frei entscheiden dürfen, wann und wie eine internationale Zusammenarbeit Sinn macht?  Die WHO ist nicht unabhängig von der Pharmaindustrie.
Die Frühsexualisierung hat sehr wohl mit dem EpG zu tun. Dem BAG obliegt nach der Annahme des EpGs (in Übereinstimmung mit den Richtlinien der WHO) die Präventions- und Aufklärungsarbeit an den Schulen in Sachen Geschlechtskrankheiten. Diese ist zwar durchaus nötig, aber nicht mit dem Sexualverständnis des BAGs, welches über seine Experten (gemäss dem erarbeiteten Grundlagenpapier an der PHZ) eine wertfrei ausgelebte Sexualität vom kleinen Kindesalter an unterstützt. Eigenartigerweise bezeichnete im Dezember  2011 der noch zuständige Bundesrat Didier Burkhalter das neue EpG als unverzichtbare Legitimation: “…Die Schule soll die Familie bei dieser Aufgabe im Rahmen des Sexualkundeunterrichts alters- und stufengerecht unterstützen… Das EpG bildet die gesetzliche Grundlage für die genannten Nationalen Programme...“ Klar, dass die Frühsexualisierung in Gendermanier auch ein totalitäres, ideologisch motiviertes Leitziel des Lehrplans 21 ist.
Unverständlich, dass Pietro Vernazza mitgeholfen hat, dass die vorsätzliche und fahrlässige Weiterverbreitung von gefährlichen Krankheiten künftig nicht mehr strafbar ist, was dem Ziel des EpGs, die Weiterverbreitung von Krankheiten einzudämmen, zuwiderläuft!  Deshalb Nein zum Epidemiengesetz am 22. September 2013!   

Lisa Leisi, Michelaustrasse 29, 9615 Dietfurt, vierfache Mutter und Vizepräsidentin der EDU Kanton St. Gallen

Leserbrief zum Tierseuchengesetz

Leserbrief im Alttoggenburger und im Toggenburger vom 16. bzw. 18. Nov. 2012   / Glorifizierte Impfungen. / 



Heute werden Impfungen als DIE Errungenschaft dargestellt. Wie sieht es wohl in ein paar Jahren aus? Auch Antibiotika wurde einmal als DAS Mittel für eine problemlose Aufzucht der Nutztiere angepriesen. Impfstoffe werden vom Bund grosszügig unterstützt, sollen mittels Impfstoffbanken präventiv angeschafft werden, können ohne klare Seuchenabklärungen zwangsverordnet  und vorsorglich auf den Markt geworfen werden. Das freut die Pharmaindustrie. Tierhalter haben sich zu beugen, zu gehorchen und erst noch zusätzliche Abgaben zu bezahlen bei einer Schlachtung. Impfschäden werden in Frage gestellt. Der Landwirt wird allein gelassen mit dem Tierleid und finanziellem Schaden. Womöglich wird er hart bestraft, wenn er sich weigert, den Verordnungen des BVET Folge zu leisten. Nicht alles beim Tierseuchengesetz ist schlecht. Aber zu vieles nimmt uns die Eigenverantwortung, wird zentralisiert, gar internationalisiert und muss einen nachdenklich, ja misstrauisch stimmen. Wenn auf dem Beipackzettel eines Impfstoffs nichts über Nebenwirkungen steht oder dass diese während der Laktation und der Trächtigkeit bei der Kuh nicht untersucht worden sind, wie bei Impfungen gegen die Blauzungenkrankheit, so muss dies zu denken geben. Deshalb NEIN zum Tierseuchengesetz!  

Lisa Leisi, 9615 Dietfurt, Präsidentin EDU Toggenburg

Menschenwürde als oberstes Prinzip schützen!

Leserbrief zur Abstimmung am 7. März 2010 über den Verfassungsartikel „Forschung am Menschen“:   

Wenn man die vorgeschlagenen neuen Bestimmungen nicht genau liest, entgeht einem leicht, was für einen verhängnisvollen Paradigmenwechsel die Schweiz mit dem Verfassungsartikel über die Forschung am Menschen vollziehen will: Zugunsten der Forschungsfreiheit und damit handfesten wirtschaftlichen Interessen will man in Zukunft Menschenrechte und Grundrechte ein weiteres Stück weit preisgeben. In Artikel 1 der Bundesverfassung heisst es: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ und in Artikel 3 heisst es: „Jeder Mensch hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.“ Diese Grundeinstellung den Mitmenschen gegenüber darf nicht eingeschränkt oder relativiert werden. Genau das passiert jedoch, sollte der neue Verfassungsartikel angenommen werden. Denn, die Forschungsfreiheit wird diesen Rechten im vorgeschlagenen Artikel 118 gleichgestellt, ja ihr sogar der Vorzug gegeben, wenn doch der Bund verpflichtet wird, der Bedeutung der Forschung für Gesundheit und Gesellschaft Rechnung zu tragen. Das Grundprinzip der Menschenwürde als oberstes Gebot fällt! Auch soll in Zukunft Forschung an urteilsunfähigen Menschen – also Kindern, Ungeborenen, geistig Behinderten, Komatösen, Demenzkranken etc. – unter bestimmten Bedingungen zugelassen werden. Damit wird möglichem Missbrauch Tür und Tor geöffnet! Wie schon durch die Fristenlösung wird einmal mehr die besondere Schutzwürdigkeit von urteilsunfähigen Menschen, den schwächsten Gliedern unserer Gesellschaft, in Frage gestellt!

Die Schweiz hat einfach Angst, sie könnte in Zukunft wegen zu restriktiven Bestimmungen in der Forschung wirtschaftlich ins Abseits geraten. Wenn das Mithalten an vorderster Front, Geltungsdrang und Geldgier jedes Mittel  rechtfertigt, stehen uns schlimme Zeiten bevor. Deshalb müssen wir unsere Stimme erheben für die Schwachen, den Erhalt der Menschenrechte und Menschenwürde und Nein stimmen zum neuen Verfassungsartikel!  Der Segen wird nicht ausbleiben.

Lisa Leisi, Vizepräsidentin EDU Kanton St.Gallen, 9615 Dietfurt